Lengnau
Besuch im KZ Struthof und des Hartmannsweilerkopf
Am Dienstag 18. November haben wir eine Exkursion ins KZ Struthof und zum Hartmannsweilerkopf, einem Schlachtfeld aus dem 1. Weltkrieg, gemacht. Obwohl die Ereignisse sehr lange her sind, ist es wichtig die Themen Holocaust und Zweiter Weltkrieg im Unterricht zu behandeln, sich über diese Zeit Gedanken zu machen und Lehrern daraus zu ziehen. Deswegen haben wir uns in der Schule damit auseinandergesetzt. Als Abschluss haben wir die Exkursion gemacht, um das Thema Holocaust und Krieg zusammenzufassen und einer neuen Generation die Schrecken des Krieges vor Augen zu führen und auch zu verhindern, dass sich solche Ereignisse wiederholen.
Am Morgen um 6 Uhr früh trafen wir uns auf dem Schulparkplatz und fuhren Richtung KZ Struthof. Nach etwa 3 Stunden Fahrt kamen wir am KZ-Parkplatz an. Zu Beginn waren wir im Besucherzentrum. Dort gab es verschiedene Ausstellungen über die Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Zu Beginn schauten wir uns einen Kurzfilm über das Lager an, welcher die Geschehnisse gut zusammenfasste. Danach ging es in den Keller des Besucherzentrums. Dort ging es um die Geschichte des 2. Weltkrieges, welche mit Bildern sehr eindrücklich gezeigt wurde. In der Mitte des Raumes stand der ausgegrabene Kartoffelkeller, ein Raum dessen genauer Nutzen auch heute noch nicht ganz bekannt ist.
Anschliessend gingen wir ins Konzentrationslager Struthof hinein, welches auch jetzt noch mit hohen Zäunen und Stacheldraht umgeben ist. Es ging stufenweise den Hang hinunter, auf denen früher das Gefangenenlager stand. Heute stehen nur noch zwei Schlafbaracken und ganz unten ist noch das Arzt-Gebäude/Krematorium und auf der anderen Seite das Gefängnis für ungehorsame Gefangene. Diese Gebäude haben wir genauer angeschaut und viel Spanendes gelernt. Die Stimmung war jedoch ziemlich bedrückt, da man sich genau vorstellte, wie die Menschen zu dieser Zeit im KZ lebten und gelitten haben.
Danach fuhren wir mit dem Auto zum HWK (Hartmannswillerkopf), wobei wir essen konnten. Nach etwa einer Stunde kamen wir an und sahen einen riesigen Friedhof, welcher aus Gräbern von französischen Soldaten bestand. Wir befanden uns auf der französischen Angriffsseite und liefen zum Kreuz auf dem Hügel, welcher das Ziel der Deutschen und Franzosen war. Auf dem Weg sahen wir viele Stacheldrähte und Schützengräben. Wir konnten auch durch die Schützengräben laufen, welche auch unter der Erde waren und wozu man Taschenlampen brauchte. Wir erkundeten den ganzen Nachmittag das Schlachtfeld, welches jetzt ein Wald ist. Die Stimmung war angenehmer als im KZ, da es Spass machte das Gelände selbst zu erkunden. Es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Deutschen und Franzosen die Schützengräben gebaut haben. Als wir am höchsten Punkt ankamen, sahen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang, wobei man auch die Berge sah.
Obwohl die Sonne schien, war es sehr kalt. Wir machten uns auf den Rückweg zum Auto. Da eine Schülerin Geburtstag hatte gab es zum Abschluss einen Lebkuchen und Brownies. Es war schon dunkel als wir in die Autos stiegen und uns auf den Weg nachhause machten.
Trotz dieser schlimmen Hintergrundgeschichte war die Stimmung während dem Ausflug überwiegend positiv und wir lernten eine Menge über die Vergangenheit und zeigten unseren Respekt gegenüber den Verstorbenen. Die Exkursion zeigte auch, wie verheerend ein Krieg auch im Nachhinein noch sein kann. Das Wichtigste und was wir definitiv mitnehmen aus diesem Ausflug ist, dass die Dinge, die in diesen KZs passiert sind und was den Menschen dort angetan wurde, nie mehr vorkommen dürfen.
S3b

