Autorenlesung 2018

10`000 Stunden üben

 

So lautete das Credo der österreichischen Jugendbuchautorin Irmgard Kramer. Sie weilte zu Besuch an der Kreisschule Surbtal, wo sie in vier Lesungen 250 Jugendliche in ihren Bann zog.

Kinder- und Jugendmedien Aargau organisiert jedes Jahr eine Lesereise. Dieses Jahr tourt Irmgard Kramer zwei Wochen durch den Aargau. Auch die Bibliotheksverantwortlichen der Kreisschule Surbtal nutzten diese Möglichkeit und buchten vier Lesungen.

Irmgard Kramer erzählte einerseits ihren langen Weg zum heutigen Beruf als Schriftstellerin, andererseits gab sie auch Kostproben aus zwei ihrer Jugendbücher. Mit dem Schreiben von Geschichten hatte sie schon früh angefangen. Aber aus Angst vor dem Scheitern landeten ihre Geschichten gut versteckt im Estrich oder Keller. Durch einen schweren Schicksalsschlag kam dann aber die Erkenntnis, dass sie ihren Traum wagen müsse. Es folgten weitere Jahre mit Absagen durch Verlage, aber auch Jahre in denen sie das Handwerk des Schreibens noch besser lernte. Es brauche schon Talent, aber dann auch 10`000 Stunden Übung, um etwas wirklich gut zu können, so die Autorin. Inzwischen kann Irmgard Kramer von ihrem Beruf als Schriftstellerin leben.

Ein kleiner Abriss über die Kunstgeschichte vermittelte der Zuhörerschaft, wie sich Ideen für ein Buch entwickeln können – und dann wieder im Papierkorb landen. Nur ein kleiner Aspekt der grossen Idee kam schliesslich zwischen zwei Buchdeckel. Sie las aus ihren beiden Jugendromanen „Am Ende der Welt traf ich Noah“ und „17 Erkenntnisse über Leander Blum“ spannende Kapitel vor, so dass die Lust zum Weiterlesen geweckt wurde.

 

(Text und Fotos, ls)